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Stand: September 2026 · Lesezeit: 6 Minuten
Alexandra ist die weibliche Form von Alexander und stammt aus dem Griechischen. Der Name bedeutet „die Männer Beschützende“ oder „Abwehrerin“. Er ist seit über 3.000 Jahren belegt und hat sich in Europa und Amerika verbreitet.
Kurzantwort: Alexandra kommt vom griechischen „alexein“ (schützen, abwehren) und „aner“ (Mann). Die wörtliche Bedeutung lautet „Beschützerin der Männer“.
Das Wichtigste in Kürze
- Herkunft: Griechisch, weibliche Form von Alexander
- Bedeutung: „Männer beschützend“, „Abwehrerin“
- Namenstage: 21. März, 21. April, 18. Mai
- Beliebteste Zeit in Deutschland: 1970er und 1980er Jahre
Alexandra Namensherkunft: Der griechische Ursprung
Bei Alexandra handelt es sich um die weibliche Variante von Alexander. Nach Wikipedia ist Alexander die latinisierte Form des griechischen Namens Aléxandros. Dieser setzt sich aus „aléxein“ für „schützen“ oder „verteidigen“ und „anēr“ für „Mann“ zusammen.
Daraus ergibt sich die Übersetzung „Männer beschützend“. Manche Fachleute sehen diese Herleitung als spätere Deutung. Sie vermuten den Ursprung des Namens in Kleinasien. Der hethitische Königsname Alakšandu aus dem 13. Jahrhundert v. Chr. könnte mit Alexander verwandt sein.
Bedeutung des Vornamens Alexandra im Alltag
Die wörtliche Bedeutung klingt kämpferisch. Im heutigen Sprachgebrauch verbinden viele Eltern damit Stärke, Schutz und Selbstbewusstsein. Der Name gilt als klassisch und elegant zugleich.
Viele Eltern wählen ihn, weil er international funktioniert. Alexandra lässt sich in fast allen europäischen Sprachen leicht aussprechen. Zugleich bietet er viele Kurzformen, sodass Kinder später selbst entscheiden können, wie sie gerufen werden möchten.
Alter des Namens: Von Mykene bis heute
Der Name ist sehr alt. Nach Wikipedia ist er in Linear-B-Schrift als A-re-ka-sa-da-ra schon um 1200 v. Chr. in mykenischer Zeit belegt. Damals diente Alexandra als Beiname der Göttin Hera und als zweiter Name von Kassandra.
In Amyklai verehrten die Menschen außerdem eine Schutzgöttin namens Alexandra. Auf einer Inschriftensäule steht die Widmung „im Heiligtum der Alexandra“. Auch aus Leuktra in Lakonien ist ein Kult bekannt.
Der männliche Name Alexander taucht erstmals bei Homer auf. In der Ilias trägt Paris diesen Namen. Später machte Alexander der Große den Namen berühmt. Im Mittelalter verbreiteten ihn die Alexanderromane weiter.
Kurzantwort: Alexandra zählt zu den ältesten Vornamen Europas. Erste Belege stammen aus der mykenischen Zeit um 1200 v. Chr.
Alexandra in Deutschland: Beliebtheit und Rang
In Deutschland ist der Name seit den 1950er Jahren geläufig. In den 1960er Jahren stieg er in die Top 100 auf. Von 1978 bis 1988 gehörte Alexandra zu den 30 beliebtesten Mädchennamen. Die höchste Platzierung lag 1974 bei Rang 14.
Nach der Jahrtausendwende geriet der Name aus der Mode. Zuletzt belegte er Rang 189 (Stand 2023). Besonders häufig wird er laut Wikipedia in Bayern und im Saarland vergeben. Als Zweitname bleibt Alexandra beliebt. 2023 stand er dort auf Rang 50.
Aktuelle Ranglisten veröffentlicht die Gesellschaft für deutsche Sprache. Sie wertet jedes Jahr die Daten der Standesämter aus.
Beliebtheit in Österreich, der Schweiz und weltweit
Auch in Österreich war Alexandra im späten 20. Jahrhundert sehr gefragt. Bis 2001 zählte der Name zu den 50 beliebtesten Mädchennamen. Erst 2017 verließ er erstmals die Top 100. Zwischen 1984 und 2022 erhielten rund 8.000 Mädchen diesen Namen.
In der Schweiz stieg er Mitte der 1960er Jahre stark an. Bis zur Jahrtausendwende gehörte er zu den beliebtesten Mädchennamen. Von 1930 bis 2022 wurde er rund 13.600 Mal vergeben.
Einen Höhepunkt erlebte der Name in Kanada. In Québec stand Alexandra 1995 sogar an der Spitze der Vornamenscharts. Auch in den USA, Australien und Brasilien war er in den 1990er Jahren stark vertreten.
Kurzformen und Varianten von Alexandra
Der Name bietet viele Möglichkeiten für Rufnamen. Die folgende Tabelle zeigt die gängigsten Formen.
| Sprache | Variante |
|---|---|
| Deutsch | Alexa, Alex, Sandra |
| Englisch | Alexandrea, Alexandria, Lexi, Lexie, Sasha, Sandy |
| Französisch | Alexandrie, Alexandrine, Sandrine |
| Italienisch | Alessandra, Sandra |
| Griechisch | Ἀλεξάνδρα (Aléxandra), Aléka |
| Slawische Sprachen | Aleksandra, Sasha, Saša |
Die Kurzform Sandra ist in Deutschland selbst zu einem eigenen Namen geworden. Alexa erlebte durch Sprachassistenten zuletzt eine neue Aufmerksamkeit.
Namenstag von Alexandra
Der Namenstag richtet sich nach dem Gedenktag einer Heiligen. Laut Wikipedia feiert die katholische und orthodoxe Tradition den Namenstag oft ähnlich wie einen Geburtstag.
- 21. März: nach Alexandra von Amisium (teils auch am 20. März)
- 21. April: nach der Märtyrerin Alexandra von Rom
- 18. Mai: nach Alexandra von Ankara
Eltern wählen für ihr Kind meist den Termin, der dem Geburtstag am nächsten liegt. Die Tradition ist regional unterschiedlich verbreitet.
Tipps zur Namenswahl: Alexandra und der Nachname
Alexandra hat vier Silben und den Betonungsschwerpunkt auf der dritten Silbe. Das passt zu ein- oder zweisilbigen Nachnamen besonders gut. Bei sehr langen Nachnamen entsteht leicht ein Zungenbrecher.
Ein Test hilft weiter. Den vollen Namen laut sprechen, dann rufen und schließlich flüstern. Klingt alles stimmig, passt der Name. Weitere Anregungen bietet der Ratgeber Welche Namen passen zusammen.
Ähnliche Herkunftsartikel gibt es zu Alma und Emma. Wer einen männlichen Namen mit griechischen Wurzeln sucht, findet Hintergründe unter Andreas.
Fazit
Alexandra ist ein sehr alter, griechischer Name mit klarer Bedeutung. Er beschreibt eine schützende, starke Person. Seine Blütezeit erlebte er in den 1970er und 1980er Jahren. Heute ist er seltener, wirkt dadurch aber wieder individuell. Als Zweitname bleibt er gefragt.
FAQ – Häufige Fragen
Was bedeutet der Name Alexandra?
Alexandra bedeutet „die Männer Beschützende“ oder „Abwehrerin“. Der Name ist die weibliche Form von Alexander und geht auf das Griechische zurück.
Woher kommt der Name Alexandra?
Der Name stammt aus dem Griechischen. Dort lautet er Alexandra und ist schon in mykenischer Zeit um 1200 v. Chr. belegt.
Welche Kurzformen gibt es für Alexandra?
Häufig sind Alexa, Alex und Sandra. Im englischen Sprachraum kommen Lexi, Lexie, Sasha und Sandy dazu.
Wann hat Alexandra Namenstag?
Laut Wikipedia gibt es drei Termine: den 21. März, den 21. April und den 18. Mai. Welcher Tag zählt, hängt von der Heiligen und der Region ab.
Wie beliebt ist der Name Alexandra in Deutschland?
Zuletzt lag Alexandra auf Rang 189 der Vornamenscharts (Stand 2023). In den 1970er und 1980er Jahren stand der Name deutlich weiter vorn.
Welche Platzierung erreichte Alexandra im Jahr 1974?
1974 erreichte der Name mit Rang 14 seine höchste Platzierung in Deutschland.
Ist Alexandra ein guter Zweitname?
Ja, Alexandra bleibt als Zweitname gefragt. Im Jahr 2023 belegte er Rang 50 der beliebtesten Folgenamen.
Welcher Name ist die männliche Form von Alexandra?
Die männliche Form heißt Alexander. Der Name bedeutet „Männer beschützend“ und ist einer der ältesten noch gebräuchlichen Vornamen.
Gibt es Alexandra auch in anderen Sprachen?
Ja. Bekannt sind Alessandra im Italienischen, Alexandrie und Alexandrine im Französischen sowie Aleksandra in slawischen Sprachen.
Passt Alexandra zu Geschwisternamen mit kurzem Klang?
Meist ja. Der viersilbige Name harmoniert mit kurzen Namen wie Jonas, Ida oder Ben. Ein Vorlesetest mit dem Nachnamen hilft bei der Entscheidung.
Quellen
- Wikipedia: Alexandra (Vorname)
- Wikipedia: Alexander (Vorname)
- Wikipedia: Namenstag
- Gesellschaft für deutsche Sprache: Vornamen
Rieke Sander schreibt fuer elternerlebnis.de ueber Familienalltag und die Fragen, die dabei aufkommen.





