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Stand: September 2026 · Lesezeit: 5 Minuten
Die Note „ausreichend“ ist die Schulnote 4. Sie bedeutet, dass die Leistung Mängel aufweist, im Ganzen aber den Anforderungen noch entspricht. Das Fach gilt damit als bestanden, die Note liegt jedoch knapp über der Grenze zu „mangelhaft“.
Kurzantwort: „Ausreichend“ heißt Note 4 und ist die letzte Stufe, die als bestanden zählt. Meist entspricht sie 40 bis 54 Prozent der möglichen Leistung.
Das Wichtigste in Kürze
- Ausreichend ist die Note 4, mangelhaft die Note 5.
- Eine Vier gilt als bestanden.
- Die Prozentgrenzen legen Land, Schule und Lehrkraft fest.
- Eine Fünf lässt sich manchmal ausgleichen.
Note ausreichend: Was sie in der Schule bedeutet
Das deutsche Notensystem kennt sechs Stufen. Die Eins steht für „sehr gut“, die Sechs für „ungenügend“. Die Vier liegt in der Mitte des unteren Bereichs und trägt den Namen „ausreichend“.
Laut Wikipedia gilt eine Leistung als ausreichend, wenn sie zwar Mängel aufweist, im Ganzen aber den Anforderungen noch entspricht. Schüler haben den Stoff also im Kern verstanden. Sie machen aber deutlich mehr Fehler oder lassen Lücken erkennen.
Die Notenskala im Überblick
Die Tabelle zeigt die üblichen Stufen mit der gängigen Prozentzuordnung. Einzelne Bundesländer, Schularten und Fächer weichen davon ab.
| Note | Bezeichnung | Anteil der Leistung |
|---|---|---|
| 1 | sehr gut | 85 bis 100 Prozent |
| 2 | gut | 70 bis 84 Prozent |
| 3 | befriedigend | 55 bis 69 Prozent |
| 4 | ausreichend | 40 bis 54 Prozent |
| 5 | mangelhaft | 20 bis 39 Prozent |
| 6 | ungenügend | 0 bis 19 Prozent |
Ein Beispiel: Bei einer Klassenarbeit mit 50 Punkten reichen nach dieser Skala etwa 20 bis 27 Punkte für eine Vier. Wer 19 Punkte erreicht, landet bei „mangelhaft“. Die Lehrkraft darf die Grenzen leicht anpassen, wenn eine Arbeit besonders schwer war.
Ausreichend oder mangelhaft: Der Unterschied
Zwischen Vier und Fünf verläuft eine wichtige Grenze. Eine Vier gilt als bestanden. Eine Fünf zählt als nicht bestanden. Bei „mangelhaft“ entspricht die Leistung den Anforderungen nicht, lässt aber erkennen, dass Grundkenntnisse vorhanden sind. Die Mängel sollen sich in absehbarer Zeit beheben lassen.
Das ist eine ermutigende Botschaft. Auch eine Fünf ist keine Aussage über die Begabung eines Kindes. Sie beschreibt einen Leistungsstand, der sich ändern kann.
Kurzantwort: Eine Vier reicht zum Bestehen. Eine Fünf muss die Schule je nach Landesregel durch bessere Noten in anderen Fächern ausgleichen.
Noten mangelhaft und Versetzung
Eltern fragen bei einer Fünf zuerst nach dem Zeugnis. Laut Wikipedia hängt die Versetzung trotz mangelhafter Leistungen meist davon ab, ob gute Noten in anderen Fächern gegenüberstehen. Die Kultusministerien regeln das je nach Bundesland und Schulform unterschiedlich. Oft können gute Kurzfächer ein schlechtes Langfach nicht ausgleichen.
Ob der Ausgleich überhaupt greift, entscheidet die Zeugniskonferenz. Die Lehrkräfte fragen dort, ob im nächsten Schuljahr eine erfolgreiche Mitarbeit im Fach wahrscheinlich ist. Wer sich genau informieren will, findet die Regeln in der Schulordnung des eigenen Bundeslandes.
Ausreichend in der Oberstufe: Das Punktesystem
Ab der Oberstufe zählen Schulen in Punkten von 0 bis 15. Das System dient dem Abitur und der leichteren Berechnung der Endnote. Die Vier ist dort in drei Stufen unterteilt:
- 7 Punkte entsprechen der Note 4+ (voll ausreichend)
- 6 Punkte entsprechen der Note 4
- 5 Punkte entsprechen der Note 4− (knapp ausreichend)
Bei 4 Punkten beginnt der Bereich „mangelhaft“. Jeder einzelne Punkt kann in der Oberstufe also über Bestehen oder Nichtbestehen entscheiden.
Ursachen für eine Vier erkennen
Hinter einer schwachen Note steckt selten nur mangelnder Fleiß. Häufig spielen mehrere Punkte zusammen:
- Lücken aus früheren Schuljahren, die sich aufsummieren
- Prüfungsangst oder Nervosität in Klassenarbeiten
- Zu wenig Schlaf oder wenig Zeit zum Lernen
- Konzentrationsprobleme oder unentdeckte Lernschwächen wie Legasthenie
- Streit mit Mitschülern oder Schulunlust
Wenn ein Kind nur ungern zur Schule geht, hilft der Beitrag Kind will nicht in die Schule bei der Suche nach den Gründen.
Was Eltern bei schlechten Noten tun können
Der erste Schritt ist ein ruhiges Gespräch. Das Kind erzählt, wie es die Arbeit erlebt hat, und die Eltern hören zu. Vorwürfe verschlechtern meist die Stimmung und die Lernbereitschaft.
Danach lohnt sich ein Termin bei der Lehrkraft. Sie kann sagen, welche Themen fehlen und wie das Kind im Unterricht mitarbeitet. Gemeinsam lassen sich kleine Ziele festlegen, etwa eine Note besser in der nächsten Arbeit.
Diese Schritte haben sich bewährt:
- Die Arbeit gemeinsam durchgehen und Fehlerarten sortieren
- Ein bis zwei Themen auswählen, die den größten Punktverlust brachten
- Kurze Lerneinheiten von 20 bis 30 Minuten einplanen
- Bei Bedarf Nachhilfe oder die schulinterne Förderung nutzen
- Fortschritte loben, auch wenn die Note noch nicht steigt
Ein guter Rahmen für Lernen und Lob steckt in den fünf Säulen der Erziehung. Auch ein Dank an engagierte Lehrkräfte darf sein, Anregungen bietet der Text zur Danksagung an die Lehrerin.
Noten sind eine Momentaufnahme
Eine Schulnote bewertet eine Leistung zu einem bestimmten Zeitpunkt. Nach Wikipedia handelt es sich um grobe Schätzwerte und nicht um exakte Messungen. Eine Vier im Zeugnis sagt deshalb wenig über die Zukunft eines Kindes aus. Viele Schüler steigern sich nach einem schwachen Halbjahr deutlich.
Fazit
Die Note „ausreichend“ steht für eine bestandene, aber knappe Leistung. Sie liegt meist zwischen 40 und 54 Prozent und ist ein Signal, Lücken früh zu schließen. Bei einer Fünf entscheiden Landesregeln und die Zeugniskonferenz über die Versetzung. Eltern helfen am meisten mit Ruhe, Gesprächen und kleinen, machbaren Zielen.
FAQ – Häufige Fragen
Ist ausreichend eine gute Note?
Nein, „ausreichend“ ist die viertbeste von sechs Stufen. Sie gilt als bestanden, liegt aber am unteren Rand.
Ist eine 4 in der Schule schlimm?
Eine einzelne Vier ist kein Drama. Sie zeigt Lücken an, die sich mit gezielter Übung meist schließen lassen.
Welche Prozentzahl steht für die Note 4?
Häufig etwa 40 bis 54 Prozent der möglichen Punkte. Die genaue Skala legt die Lehrkraft oder das Bundesland fest.
Was bedeutet die Note mangelhaft?
Die Leistung erfüllt die Anforderungen nicht, zeigt aber vorhandene Grundkenntnisse. Die Lücken gelten als aufholbar.
Reicht eine Vier zum Bestehen?
In der Regel ja. Bei Abschlussprüfungen gilt eine Prüfung mit „ausreichend“ als bestanden.
Kann man mit einer 5 versetzt werden?
Manchmal. Eine mangelhafte Note lässt sich oft durch gute Noten in anderen Fächern ausgleichen. Die Regeln unterscheiden sich je nach Bundesland und Schulform.
Wie viele Punkte sind ausreichend in der Oberstufe?
Fünf bis sieben Punkte entsprechen der Note 4. Bei vier Punkten beginnt der Bereich „mangelhaft“.
Wer entscheidet über die Versetzung?
Die Zeugniskonferenz der Schule. Sie prüft, ob im nächsten Schuljahr eine erfolgreiche Mitarbeit wahrscheinlich ist.
Hilft Nachhilfe bei einer Vier?
Oft ja, wenn die Ursache klar ist. Gezielte Übung an konkreten Lücken bringt meist mehr als Wiederholung des ganzen Stoffs.
Wie sollten Eltern auf eine schlechte Note reagieren?
Ruhig bleiben und zuerst zuhören. Ein Gespräch mit dem Kind und danach mit der Lehrkraft klärt die Ursachen am besten.
Dieser Text ersetzt keine rechtliche Beratung. Verbindliche Versetzungsregeln nennt die Schule oder das Kultusministerium des Bundeslandes.
Quellen
Geschrieben von Anne Kolb fuer elternerlebnis.de. Empfehlungen stammen aus Fachberatung und eigener Erfahrung.





