Overall fürs Baby – Größen, Material und was man braucht

Aktualisiert am 25.09.2026 · Lesezeit 5 Min.

Kurz gesagt: Für den Alltag reichen fünf bis sieben Overalls je Größe — Babys wachsen in den ersten Monaten alle sechs bis acht Wochen eine Größe. Wichtiger als die Optik sind die Verschlüsse: Ein durchgehender Reißverschluss oder Druckknöpfe bis zum Fuß machen das Wickeln nachts erheblich leichter.

Die Größen

Deutsche Babygrößen entsprechen der Körperlänge in Zentimetern.

  • 50/56 — Neugeborene bis etwa zwei Monate
  • 62 — etwa zwei bis vier Monate
  • 68 — etwa vier bis sechs Monate
  • 74 — etwa sechs bis neun Monate
  • 80 — etwa neun bis zwölf Monate
  • 86 — etwa zwölf bis achtzehn Monate

Die Angaben sind grobe Orientierung. Kinder wachsen sehr unterschiedlich, und die Schnitte der Hersteller weichen deutlich voneinander ab.

Für die Erstausstattung lohnt es, wenig in 50/56 zu kaufen. Diese Größe passt oft nur wenige Wochen, und viele Kinder kommen bereits mit 54 Zentimetern zur Welt.

Wie viele man braucht

In den ersten Wochen wird häufiger gewechselt, als man erwartet — Spucken und undichte Windeln kommen mehrmals täglich vor.

Fünf bis sieben Stück je Größe sind realistisch, wenn zweimal wöchentlich gewaschen wird. Wer seltener wäscht, braucht mehr.

Zusätzlich sinnvoll: ein Wechselset in der Wickeltasche und eines im Auto.

Die Verschlüsse

Druckknöpfe im Schritt und am Bein sind der Standard. Sie erlauben das Wickeln, ohne den Overall auszuziehen.

Durchgehender Reißverschluss ist nachts am schnellsten. Ein Kinnschutz oben verhindert Scheuern.

Zwei-Wege-Reißverschluss lässt sich von unten öffnen — die praktischste Lösung für schlaftrunkenes Wickeln.

Wickeloverall ohne Kopfdurchzug ist für die ersten Wochen angenehm, weil man dem Kind nichts über den Kopf ziehen muss.

Was man meiden sollte: Knöpfe am Rücken, viele kleine Druckknöpfe in einer Reihe und alles, was im Liegen drückt.

Das Material

Baumwolle ist der Standard: atmungsaktiv, waschbar bei 60 Grad, hautfreundlich.

Baumwolle mit Elasthan hält die Form besser und ist leichter anzuziehen.

Wolle-Seide reguliert die Temperatur besonders gut und wird bei empfindlicher Haut oft besser vertragen. Sie ist teurer und muss schonend gewaschen werden.

Auf Schadstoffprüfung achten. Neue Kleidung wird vor dem ersten Tragen gewaschen — das entfernt Rückstände aus Produktion und Transport.

Winteroverall und Fußsack

Für draußen gibt es gefütterte Overalls mit Kapuze, integrierten Handschuhen und Fußteilen. Sie sollten nicht zu groß gekauft werden: Ein Overall, in dem das Kind schwimmt, wärmt schlecht.

Wichtig für die Sicherheit: Ein dicker Winteroverall gehört nicht in die Babyschale. Zwischen Gurt und Kind darf keine dicke Schicht liegen, weil der Gurt sonst nicht straff anliegt.

Für das Auto gibt es Alternativen: das Kind normal anziehen, anschnallen und eine Decke oder einen speziellen Überzug darüberlegen.

Der Zwiebellook

Mehrere dünne Schichten wärmen besser als eine dicke und lassen sich anpassen. Als Faustregel gilt eine Schicht mehr als bei einem Erwachsenen.

Geprüft wird im Nacken: warm und trocken ist richtig, verschwitzt zu warm. Kalte Hände und Füße sind bei Babys normal und kein verlässliches Zeichen.

Second Hand

Babykleidung wird kurz getragen und ist gebraucht meist in gutem Zustand. Das spart erheblich Geld und Ressourcen.

Zu prüfen sind: funktionierende Druckknöpfe, keine ausgeleierten Bündchen, keine harten Flecken. Bei Second-Hand-Ware genügt ein normaler Waschgang vor dem ersten Tragen.

Was in die Erstausstattung gehört

Neben Overalls braucht ein Neugeborenes wenig: Bodys, dünne Hosen, Söckchen, ein bis zwei Mützen, ein Schlafsack und Wickelunterlagen.

Vieles, was in Listen auftaucht, ist verzichtbar — Handschuhe für Neugeborene etwa verhindern, dass das Kind seine Hände entdeckt, und werden von Fachleuten eher kritisch gesehen.

Sinnvoll ist, mit wenig zu starten und nachzukaufen, was tatsächlich fehlt. Was man vorher glaubt zu brauchen, unterscheidet sich meist deutlich von dem, was man dann benutzt.

Waschen und Pflege

Babykleidung wird bei 40 bis 60 Grad gewaschen, ohne Weichspüler. Ein Waschmittel ohne Duft- und Farbstoffe reduziert das Risiko für Hautreizungen.

Flecken von Milch und Brei gehen am besten heraus, wenn sie sofort mit kaltem Wasser ausgespült werden. Heißes Wasser lässt Eiweiß gerinnen — der Fleck bleibt dann dauerhaft.

Gegen gelbliche Verfärbungen hilft Sonnenlicht: nass in die Sonne legen, das bleicht viele Flecken ohne Chemie heraus.

Wann welche Größe fällig ist

Ein Neugeborenes wächst in den ersten drei Monaten etwa drei Zentimeter im Monat. Danach verlangsamt es sich, bleibt aber schnell genug, dass zwei bis drei Größenwechsel im ersten Jahr die Regel sind.

Praktisch heißt das: Kleidung immer eine Größe voraus bereithalten, aber nicht mehr. Wer zwei Größen im Voraus kauft, hat am Ende ungetragene Sachen.

Ein Overall passt, wenn die Füße nicht gestaucht werden und im Schritt noch ein Finger Platz ist. Zu enge Fußteile drücken die Zehen — das fällt bei Strampelanzügen leicht durch, weil das Kind sich nicht beschweren kann.

Die Sache mit den Nähten

Bei empfindlicher Haut lohnt der Blick auf die Verarbeitung. Flache Nähte und außen liegende Etiketten verhindern Druckstellen.

Etiketten im Nacken lassen sich heraustrennen; wichtig ist, den Rest sauber abzuschneiden, damit kein harter Stumpf bleibt.

Häufige Fragen

Welche Größe für Neugeborene?

50/56, aber nur wenige Stück kaufen.

Wie viele Overalls braucht man?

Fünf bis sieben je Größe.

Welcher Verschluss ist am praktischsten?

Ein Zwei-Wege-Reißverschluss.

Welches Material?

Baumwolle, bei empfindlicher Haut Wolle-Seide.

Darf ein Winteroverall in die Babyschale?

Nein, dicke Schichten unter dem Gurt sind gefährlich.

Wie prüft man, ob dem Kind warm ist?

Im Nacken, nicht an den Händen.

Muss man neue Kleidung waschen?

Ja, vor dem ersten Tragen.

Lohnt sich Second Hand?

Ja, Babykleidung wird nur kurz getragen.

Wie wäscht man Babykleidung?

Bei 40 bis 60 Grad ohne Weichspüler und ohne Duftstoffe.

Was hilft gegen Milchflecken?

Sofort kalt ausspülen, niemals heiß.

Wie schnell wächst ein Baby aus einer Größe heraus?

In den ersten Monaten etwa alle sechs bis acht Wochen.

Quellen

Das passt dazu

Drei Artikel, die dieselbe Frage von einer anderen Seite angehen:

Von Rieke Sander, Redaktion elternerlebnis.de. Rechtliche Angaben werden am Gesetzestext geprueft.


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