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Baby Geschenk zur Geburt: was Eltern wirklich brauchen

Kurzantwort: Die besten Geschenke zur Geburt sind die, die drei Monate später noch gebraucht werden. Kleidung schenkst du in Größe 62 oder 68 statt 50/56, weil Neugeborene aus den kleinen Größen sehr schnell herauswachsen. Kuscheltiere sind Deko und kein Bettinhalt — ins Babybett gehören weder Kissen noch Plüsch. Und alles, was gekauft wird, wird vor dem ersten Tragen gewaschen.

Zur Geburt schenken alle dasselbe: winzige Bodys in Größe 56, Schnullerketten und Kuscheltiere. Nach vier Wochen liegt vieles davon ungetragen im Schrank.

Das lässt sich vermeiden, ohne teurer zu schenken. Es hilft schon, zwei Fragen vorher zu klären: Wann wird das Geschenk gebraucht — und was können die Eltern nicht selbst kaufen, weil sie gerade keine Hand frei haben?

Kleidung: die Größe ist der ganze Trick

Neugeborene starten meist in 50/56 und wachsen in den ersten Monaten schnell. Wer 56 schenkt, schenkt für wenige Wochen — und in diesen Wochen ist der Schrank ohnehin voll.

Sinnvoller sind 62 und 68. Die passen im Frühjahr oder Herbst danach und sind dann tatsächlich Mangelware. Denk dabei an die Jahreszeit: Ein Winteroverall in 68 nützt wenig, wenn das Kind im Mai in diese Größe wächst.

Alles Neue wird vor dem ersten Tragen gewaschen. Das Bundesinstitut für Risikobewertung weist darauf hin, dass Bekleidungstextilien Rückstände aus Herstellung und Transport tragen können; Waschen entfernt einen Teil davon.

Was nicht ins Babybett gehört

Plüschtiere, Kissen, Nestchen und Fellchen sind beliebte Geschenke und im Bett ein Risiko. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung ist eindeutig: Ins Bett gehört nichts, was die Atemwege verlegen kann.

Die Regeln für sicheren Babyschlaf in Kurzform:

  • Schlafen auf dem Rücken, das ganze erste Jahr
  • Schlafsack statt Bettdecke
  • feste, eben liegende Matratze
  • eigenes Bettchen im Schlafzimmer der Eltern
  • Zimmertemperatur beim Schlafen 18 °C
  • im Schlafzimmer wird nicht geraucht

Ein Kuscheltier zu schenken ist trotzdem in Ordnung. Es sitzt eben im Regal, bis das Kind alt genug ist. Wer das dazusagt, nimmt den Eltern eine unangenehme Erklärung ab.

Schnullerkette: 22 Zentimeter, keinen mehr

Selbstgemachte Schnullerketten sind ein Klassiker unter den Geschenken. Für sie gilt die europäische Norm EN 12586.

Die wichtigste Vorgabe: Eine Schnullerkette darf höchstens 22 Zentimeter lang sein, gemessen im gespannten Zustand. Der Grund ist die Strangulationsgefahr — längere Bänder können sich um den Hals legen.

Dazu kommen runde oder abgedeckte Kanten und feste Verbindungen. Wenn du selbst bastelst, halte dich an die Norm und leg eine kurze Notiz dazu. Und unabhängig von der Länge: Eine Schnullerkette hat im Bett und beim Schlafen nichts verloren.

Spielzeug richtig aussuchen

Für die ersten Monate braucht ein Kind kaum Spielzeug. Wenn du trotzdem etwas schenken willst, achte auf drei Dinge.

Die CE-Kennzeichnung muss vorhanden sein. Ein Hinweis auf die Normenreihe EN 71 zeigt, dass gegen die Spielzeugnorm geprüft wurde. Und die Altersangabe steht mit Begründung auf der Packung: Spielzeug, das nicht für Kinder unter drei Jahren bestimmt ist, muss laut EU-Spielzeugrichtlinie 2009/48/EG entsprechend gekennzeichnet sein.

Beißringe, Greiflinge und Stoffbücher sind für Babys sinnvoll, weil alles im Mund landet. Was Kleinteile hat, verschiebst du auf später.

Geschenke, die im Alltag entlasten

Am dankbarsten sind Dinge, die Zeit zurückgeben. Ein paar Ideen, die selten doppelt kommen:

  • Essen. Eine Auflaufform, die nur in den Ofen muss. Oder eine Ladung Suppe für die Tiefkühltruhe.
  • Einkaufen. Ein fester Termin, zu dem du die Liste abarbeitest.
  • Gutschein für Windeln statt einer bestimmten Marke — Größen und Vorlieben wechseln schnell.
  • Fotobuch-Gutschein, einlösbar dann, wenn wieder Ruhe ist.
  • Geld für Größeres. Bei Kinderwagen, Autositz oder Reisebett kommt ein Gruppengeschenk weiter als fünf Einzelpakete.

Beim Autositz gilt: Die Eltern suchen ihn aus. Er muss ins Auto und zum Kind passen, und gebrauchte Sitze mit unbekannter Vorgeschichte scheiden aus.

Wenn mehrere Menschen zusammenlegen wollen, hilft eine Liste. Viele Eltern führen ohnehin eine, und ein kurzer Anruf klärt in zwei Minuten, was noch offen ist. Das ist weniger romantisch als eine Überraschung und deutlich nützlicher.

Wann und wie du übergibst

Die ersten Tage gehören der Familie. Ein Paket vor die Tür oder ein Päckchen mit der Post kommt besser an als ein spontaner Besuch.

Wenn du besuchst, dann kurz, gesund und mit gewaschenen Händen. Neugeborene stecken sich leicht an, und niemand traut sich zu sagen, dass es zu viel wird.

Frag ruhig vorher, was fehlt. Der Satz „Ich gehe morgen einkaufen, was soll ich mitbringen?“ ist praktischer als jedes Überraschungspaket.

Wenn schon Geschwister da sind

Ein kleines Geschenk für das größere Kind macht mehr Unterschied als das dritte Baby-Set. Rund um eine Geburt dreht sich alles um das Neugeborene, und ältere Geschwister merken das sofort.

Ein Malbuch, ein Kartenspiel oder eine gemeinsame Stunde auf dem Spielplatz reicht völlig. Wichtig ist die Botschaft, dass es auch weiterhin um sie geht.

Häufige Fragen

Welche Kleidergröße schenkt man zur Geburt?

62 oder 68 statt 50/56. Die kleinen Größen passen nur wenige Wochen und sind meist reichlich vorhanden.

Darf man Geld schenken?

Ja, und bei teuren Anschaffungen wie Kinderwagen oder Reisebett ist es oft das sinnvollste Geschenk.

Sind Kuscheltiere ein gutes Geschenk?

Als Deko ja. Ins Babybett gehören sie nicht, weil sie die Atemwege verlegen können.

Wie lang darf eine Schnullerkette sein?

Höchstens 22 Zentimeter im gespannten Zustand, nach der Norm EN 12586.

Muss neue Babykleidung gewaschen werden?

Ja, vor dem ersten Tragen. So werden Rückstände aus Herstellung und Transport zum Teil entfernt.

Wann besucht man Eltern nach der Geburt?

Erst nach Absprache. Die ersten Tage sind für Kennenlernen und Erholung, nicht für Besuch.

Quellen

Das passt dazu

Drei Artikel, die dieselbe Frage von einer anderen Seite angehen:

Geschrieben von Lena, Redaktion elternerlebnis.de — sie schreibt hier über Kinder, Alltag mit Familie und die Fragen dazwischen.


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